CO2-Preis für Erdgas

Was hat Ihr Erdgaspreis mit dem Klimaschutz zu tun?

Die Bundesregierung hat mit dem Brennstoff-Emissionshandelsgesetz (BEHG) einen nationalen Handel mit Zertifikaten für den CO2-Ausstoß von Kraft- und Brennstoffen beschlossen. Dieser „CO2-Preis“ wird über die Energieversorger auf die Verbraucher*innen umgelegt.

Unser Video erklärt, wie sich das BEHG auf die Energiepreise auswirkt – und wie der CO2-Preis eine CO2-Reduktion bewirken soll. Denn: Je höher der CO2-Ausstoß eines Energieträgers, desto höher der CO2-Preis. Das sorgt für den finanziellen Anreiz, Klimagase zu reduzieren.

Das Gesetz über ein nationales Emissionshandelssystem für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz – BEHG) ist im Dezember 2019 in Kraft getreten und wird ab 2021 angewendet. Das BEHG ist ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung und dient der Erreichung der nationalen und europäischen Klimaschutzziele mit einer Treibhausgasneutralität bis 2050. Konkretes Ziel des Gesetzes ist es, Grundlagen für einen nationalen Handel mit Zertifikaten für Emissionen aus Brennstoffen zu schaffen. Das soll den Anreiz erhöhen, auf klimaschonende Technologien umzusteigen.

Das Gesetz bezieht sich auf Emissionen von Treibhausgasen für definierte Brennstoffe (Erdgas, Heizöl, Benzin, Diesel), die in Verkehr gebracht werden. Mit den Einnahmen aus dem BEHG soll unter anderem eine Entlastung beim Strompreis für Endverbraucher durch die Senkung der EEG-Umlage finanziert werden.

Für das Jahr 2021 ist im BEHG ein Preis von 25 Euro pro Tonne CO2 verankert. Das entspricht einer Belastung von 0,4551 Cent pro Kilowattstunde Erdgas. Für die Folgejahre bis 2025 sind im Gesetz jährliche Steigerungen festgeschrieben. 2022: 30 Euro/Tonne, 2023: 35 Euro/Tonne, 2024: 45 Euro/Tonne und 2025: 55 Euro/Tonne.

Erdgas gilt als klimaschonendster aller konventionellen Energieträger. Beim Verbrennen von Erdgas wird zwar auch CO2 frei, aber ein Vergleich macht deutlich, dass durch den intelligenten Einsatz von Erdgas der CO2-Ausstoß sogar reduziert werden könnte: Würden überall dort, wo Gasnetze vorhanden sind, alle Haushalte, die heute mit Öl heizen, auf einen Gasbrennwertkessel umsteigen, ließen sich nach Berechnungen des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.) 18 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Noch vorteilhafter fällt der Vergleich zwischen Heizöl und Erdgas aus, wenn dem Erdgas Biogas oder sogar „erneuerbares Gas“ beigemischt wird. Oder wenn klassisch gefördertes Erdgas in Zukunft vollständig durch Gas aus erneuerbaren Energiequellen ersetzt wird. Die Verteil- und Netzanlagen sind dafür geeignet.

Keineswegs. Erdgas ist im deutschen Wärmemarkt aus guten Gründen Wunschenergie Nummer eins. Den Kund*innen steht schließlich eine breite Auswahl moderner, technischer Lösungen wie Brennstoffzellen und Gaswärmepumpen zur Verfügung.

Mehr Klimaschutz bringen zudem erdgasbasierte Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Verbindung mit Wärmespeichern: So bleibt Erdgas auch langfristig Baustein einer effizienten „Wärmewende“.

Erdgas ist aber auch deshalb eine Zukunftsenergie, weil Erdgas „grün“ kann: Von Jahr zu Jahr speisen mehr Anlagen überall in Deutschland Gas aus erneuerbaren Quellen ins Gasnetz ein.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Energieverbrauch senken können. Damit reduzieren Sie zum einen Ihre Kosten, zum anderen auch Ihren CO2-Ausstoß.

Außerdem überprüfen wir gerne Ihren aktuellen Vertrag. Günstigere Konditionen erreichen Sie zum Beispiel bei einem Wechsel von der Grundversorgung in einen Sondertarif.

Fakt ist: In Deutschland sind derzeit noch mehr als 14 Millionen veraltete Wärmeerzeugungsanlagen im Einsatz. Die Durchschnittsheizung ist rund 18 Jahre alt. Moderne Gas-Brennwertheizanlagen reduzieren den Energieverbrauch und gleichzeitig die dadurch anfallenden Emissionen deutlich. Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten einer Heizungsumstellung. Und wir informieren Sie zum Thema Wärme- und Energieeinsparung. Denn Energie lässt sich nur dann einsparen, wenn bekannt ist, wo Energieverluste entstehen. An diesem Punkt setzen wir gemeinsam mit Ihnen an.

Vieles, was unter Umweltgesichtspunkten sinnvoll ist, macht auch ökonomisch Sinn. Moderne Heiz- und Energieeinspartechnologien erfordern zwar zunächst Investitionen – rechnen sich aber über den reduzierten Energieverbrauch. Wir unterstützen Sie bei Vergleichsrechnungen. Auch wenn es um staatliche Fördermittel geht, helfen wir Ihnen gerne.