Nürnberger Südpumpwerk erneuert
Die N‑ERGIE investiert nachhaltig in eine sichere Trinkwasserversorgung für die Stadt.
Die N‑ERGIE hat das Nürnberger Südpumpwerk erneuert. Im Juli 2024 starteten die Bauarbeiten, ab April 2026 lief der Ersatzneubau im Probebetrieb. Nun ist das neue Südpumpwerk in den regulären Betrieb gegangen, und das alte Pumpwerk aus den 1930er-Jahren wird vom Netz getrennt.
Geschichte des Südpumpwerks
Das alte Südpumpwerk wurde in den 1930er-Jahren im Zuge der Entwicklung des Geländes für die Reichsparteitage erbaut. Es besteht aus einem Maschinenhaus mit den Pumpen an sich und einem Ausgleichsturm. Beide Bauwerke stehen unter Denkmalschutz und bleiben nach der Anbindung des Ersatzneubaus ins Netz bestehen.
Das neue Südpumpwerk
Das neue Südpumpwerk wurde als Ersatzneubau in unmittelbarer Nähe des alten Pumpwerks errichtet. Rund zwei Jahre Bauzeit und Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro flossen in das Projekt.
Pumpwerke haben die Funktion, Wasser von einer tieferen auf eine höhere Ebene zu transportieren. Für das Südpumpwerk heißt das konkret: Es verbindet die beiden Nürnberger Hochbehälter Schmausenbuck und Hoher Bühl. Das Wasser fließt im Gefälle vom Schmausenbuck zum Pumpwerk, von dort drücken die Pumpen das Trinkwasser in den Hochbehälter Hoher Bühl. Dabei wird insgesamt ein Höhenunterschied von 62 Metern überwunden.
Das Pumpwerk arbeitet bedarfsangepasst. Je nach Wasserstand und -druck im Hochbehälter Hoher Bühl laufen im Südpumpwerk bis zu drei Pumpen an und pumpen bei Bedarf Wasser mit unterschiedlicher Leistung in den Hochbehälter.
Aus dem Hochbehälter Hoher Bühl werden dann die Nürnberger Stadtteile Langwasser mit dem Südklinikum, Altenfurt und Fischbach sowie der Gewerbepark Nürnberg-Feucht mit Trinkwasser versorgt.
Hintergrund: Nürnbergs Trinkwasserversorgung
Die N‑ERGIE versorgt Nürnberg und Schwaig mit Trinkwasser aus fünf verschiedenen Gewinnungsgebieten. Die durchschnittliche Wasserabgabe liegt derzeit bei ca. 95.000 m³ pro Tag. An trockenen und heißen Tagen kann sie auf fast das Doppelte ansteigen. Rund 70 Prozent des jährlichen Trinkwasserbedarfs stellt die N‑ERGIE aus eigenen Wasserwerken bereit. Die restlichen 30 Prozent bezieht sie vom Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) über eine Fernleitung aus dem Wasserwerk Genderkingen. Als Einspeisepunkte für die Stadt Nürnberg führen mehrere Fallrohrleitungen von den Hochbehältern in das Stadtgebiet.