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Freitag, 21. Oktober 2016

Bayerischer Energiepreis für Caterva und N-ERGIE

In der Kategorie "Energieverteilung und -speicherung" erhält das Projekt SWARM den begehrten Bayerischen Energiepreis.

Am 20. Oktober 2016 überreichte Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, den Bayerischen Energiepreis an die Projektpartner Caterva GmbH und N-ERGIE Aktiengesellschaft.

Ihre erfolgreiche Umsetzung des Projekts SWARM überzeugte die Jury, die sich aus sieben Professoren für Energie zusammensetzte. Sie vergaben den Preis in der Kategorie „Energieverteilung und -speicherung“, denn SWARM zeigt, dass PV-Stromspeicher für Eigenheime sowohl Privathaushalten dienen als auch höchst wirkungsvoll zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können – eine Aufgabe, die mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energie am Strom-Mix immer wichtiger wird.

In dem vom Freistaat Bayern geförderten Gemeinschaftsprojekt SWARM haben Erfinder Caterva GmbH und das Energieunternehmen N-ERGIE insgesamt 65 privat genutzte Solarstromspeicher „Caterva-Sonne“ im Netzgebiet der N-ERGIE installiert.

Hauptkomponenten der Stromspeicher sind langlebige Lithium-Ionen-Akkus, Leistungselektronik vom Systempartner Siemens und eine intelligente Steuerung. Mit den Speichern können Haushalte ihren überschüssigen, selbst erzeugten Sonnenstrom speichern und zeitunabhängig nutzen. Gleichzeitig sind die Speicher in der Lage, im Verbund das Stromnetz zu stabilisieren.

„Maßgeblich für die Netzstabilisierung ist das Caterva-Energiemanagement. Es erfasst die Ladezustände aller Speicher, organisiert sie und führt sie zum virtuellen Großspeicher zusammen“, erläutert Markus Brehler, Geschäftsführer von Caterva.

Der Speicherverbund wurde im Sommer 2015 durch den Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO GmbH für die Erbringung von Primärregelleistung präqualifiziert und trägt seitdem erfolgreich dazu bei, Differenzen zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch auszugleichen. Primärregelleistung ist die anspruchsvollste Art der Netzstabilisierung, denn sie muss extrem schnell – innerhalb von spätestens 30 Sekunden – bereitstehen.

„Der virtuelle Großspeicher symbolisiert einen intelligenten, dezentralen Lösungsansatz und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Energiewende“, sagt Josef Hasler, der Vorstandsvorsitzende der N-ERGIE.

 

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