Die N-ERGIE – Aktiv für die Umwelt

Extensiv betriebene Trassenpflege ist wirtschaftlich

Beweidung als Mittel der Trassenpflege

Die N-ERGIE ist in ihrem Netzgebiet für die Versorgungssicherheit zuständig und kümmert sich um den sicheren Betrieb ihrer Leitungen. Ein Baum, der in die Stromleitung hineinwächst oder durch Sturm in die Leitung fällt, unterbricht die Stromversorgung. Deshalb betreibt die N-ERGIE Trassenpflege und investiert dafür jährlich rund 1,5 Mio. Euro.

Die Erfahrungen der N-ERGIE haben gezeigt, dass extensiv betriebene Trassenpflege wirtschaftlich ist. Extensive oder vorausschauende Trassenpflege orientiert sich an den Gegebenheiten des Bodens, der Fauna und Flora. Da sie die genaue Kenntnis des ökologischen Zusammenspiels in der jeweiligen Region voraussetzt und einen hohen Planungsaufwand bedeutet, ist sie zunächst aufwändiger.

Zehn Hektar, 2000 Quadratkilometer

Auf Dauer spart die ökologische Trassenpflege jedoch schätzungsweise bis zu einem Viertel der Kosten, die für die konventionelle „Kahlschlag“-Methode ausgegeben werden müssten. Deshalb ist die N-ERGIE bestrebt, auf der gesamten Strecke des 1495 Kilometer umfassenden Hochspannungsnetzes eine ökologisch ausgerichtete Trassenpflege zu betreiben.

Auf einem Teil der Stromtrasse wird im Juni 2004 nun bereits zum zweiten Mal eine besondere Methode der extensiven Trassenpflege eingesetzt und ein fast zehn Hektar großes Areal beweidet. Das Gebiet zwischen der Gemeinde Röttenbach und der Marktgemeinde Pleinfeld liegt auf der Sandachse. Die Sandachse ist ein Biotopraum, der sich entlang der Rednitz und Pegnitz von Bamberg bis Weißenburg erstreckt und rund 2.000 Quadratkilometer umfasst. Auf dem für die Sandachse typischen trockenen und nährstoffarmen Rohboden sind Silbergras, Sandbiene oder die seltene blauflügelige Ödlandschrecke zu Hause. Die Beweidung des Areals sorgt dafür, dass die Sandtrasse erhalten bleibt. Schafe als aktive „Trassenpfleger“ helfen Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen.

Bild Schäfer

Ökologie zum Anfassen

Schafe als aktive Trassenpfleger bringen Ökonomie und Ökologie in Einklang.