Schulinformation – Projekte & Aktionen
Rund um die Naturwissenschaft
Im Rahmen eines Ferienseminars des Bayerischen Staatsministeriums mit dem Titel "Rund um die Naturwissenschaften" besuchte Annett Kresser (Organisatorin) mit Schülern aus ganz Bayern das Wasserwerk Ranna. Eingeladen waren interessierte und begabte Realschüler aus dem Freistaat, die sich durch aktives, persönliches Engagement im schulischen wie im außerschulischen Umfeld sowie durch herausragende schulische Leistungen ausgezeichnet haben.
Die Schülerinnen Jana Bürger und Magga Gilch verfassten folgenden Bericht:
Am Mittwoch den 03.08.2005 fuhren wir um 9 Uhr mit dem Bus zum Wasserwerk Ranna. Damit ihr auch wisst, wohin es uns verschlagen hat: Ranna liegt 45 km in nord-östlicher Richtung von Nürnberg entfernt. Während unserer Fahrt kam die Frage auf, wieso Ranna mitten im Wald versteckt ist. Dann erfuhren wir, dass das Wasserwerk im Schutzgebiet liegt. Natürlich beobachteten wir nicht nur die Bäume, sondern ein netter Herr versuchte uns etwas über das Wasserwerk beizubringen. Von ihm erfuhren wir, dass Ranna ca. 1 Millionen Menschen mit Wasser versorgt, davon 500.000 allein in Nürnberg. Dies war natürlich nicht immer so, denn früher hatte fast jeder Haushalt seinen eigenen Brunnen. 1850 beschlossen die Stadtväter von Nürnberg schließlich eine zentrale Wasserversorgung zu errichten, und somit wurde das Leben der Nürnberger revolutioniert. Uns wurden interessante Statistiken vorgelegt, die belegen, dass der Wasserverbrauch im Laufe der Jahre stetig wächst. Dies liegt nicht etwa daran, weil ein Wasch-Wahn seine Kreise zieht. NEIN! Die simple Erklärung liegt bei dem rasanten Bevölkerungsanstieg. Nach dem überaus informativen Vortrag wanderten wir zur hauseigenen Ausstellung, die Einblick über die Entstehung, Entwicklung und die Bauzeit gab. Dort befanden sich viele Bilder und Statistiken zur Einsicht. Sehr beeindruckend war die unglaubliche Präzision der Handwerker, denn das Wasserwerk wurde hauptsächlich durch Manneskraft erbaut.
Heute fördern die riesigen Rohre 45.000 qm Wasser am Tag nach Nürnberg und Umgebung. Das Wasser wird über Fallrohre nach Nürnberg geleitet und somit sind zum Transport keine Pumpen nötig. Ein anderer Führer begleitete uns in den 8C° kalten Stollen, indem sich das fertige Trinkwasser befindet – also höchste Sicherheitsstufe!!! In dem dunklen, kalten und nassen Gang fürchteten viele um ihr Leben, denn niemand wollte in den unglaublichen Tiefen ums Leben kommen (zur Erinnerung: das Wasser reicht ungefähr bis zu den Knien).
Zum Schluss danken wir noch der N-ERGIE, die uns zu einem kostenlosen Mittagessen in einer Gastwirtschaft einlud.

