Presse – Mitteilungen
Donnerstag, 17. Juli 2003
Auf dem Schuldach in Gebsattel: Erste Anlage der N-ERGIE Fotovoltaik-Initiative in Betrieb genommen
Am 17. Juli gaben der Schulverbandsvorsitzende und Bürgermeister Rudolf Ebert, Schulrat Reinhard Schmidt und Ewald Woste, Vorstandsmitglied der N-ERGIE, den symbolischen Startschuss: Die erste Anlage im Rahmen der Fotovoltaik-Initiative der N-ERGIE ist in Betrieb.
Am 17. Juli gaben der Schulverbandsvorsitzende und Bürgermeister Rudolf Ebert, Schulrat Reinhard Schmidt und Ewald Woste, Vorstandsmitglied der N-ERGIE, den symbolischen Startschuss: Die erste Anlage im Rahmen der Fotovoltaik-Initiative der N-ERGIE ist in Betrieb. Die fünf Kilowattpeak-Solarstromanlage auf dem Dach des Schulgebäudes in Gebsattel wird jährlich etwa 4.150 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen. Dies entspricht der Menge, die eine vierköpfige Familie in einem Jahr verbraucht. Pro Jahr wird diese Anlage 2,32 Tonnen Kohlendioxid einsparen.
Die Fotovoltaik-Initiative
Ziel des Projekts ist es, die Bürger für das Thema Sonnenenergie zu sensibilisieren. Auf insgesamt 14 ausgewählten kommunalen Dächern erstellt und betreibt die N-ERGIE auf eigene Kosten jeweils eine Solaranlage. Insgesamt stellt sie für dieses Projekt über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren mehr als 700.000 Euro für Planung, Erstellung, Unterhalt und Finanzierung bereit. Der N-ERGIE kommt zwar die Einspeisevergütung zugute, diese deckt die Kapital- und Betriebskosten jedoch nur zu einem Teil. Den ausgewählten Gemeinden entstehen keine Kosten.
Im Oktober 2002 machte die N-ERGIE allen 207 Kommunen in ihrem Netzgebiet ohne eigene Stadt- bzw. Gemeindewerke das Angebot, sich an der Fotovoltaik-Initiative zu beteiligen. 70 Gemeinden haben sich bei der N-ERGIE beworben und ein kommunales Dach zur Verfügung gestellt. Fachleute der
N-ERGIE haben inzwischen die Beschaffenheit der Dächer auf ihre Eignung überprüft.
Aktueller Stand der Technik: Amorphe Module
Optisch unterscheidet sich die Anlage auf dem Schuldach von Gebsattel deutlich von den heute noch gebräuchlicheren Modellen: Die amorphen Module erzeugen eine glatte, einheitliche Oberfläche. Im Vergleich zu den sogenannten mono- bzw. polykristallinen Zellen benötigen die amorphen Module aufgrund ihres geringeren Wirkungsgrads zwar 85 Prozent mehr Platz. Dafür ist aber die Herstellung deutlich weniger energie- und materialintensiv. Inzwischen gelten die amorphen Module als Stand der Technik.
Bauliche Voraussetzungen, Kosten und Förderprogramme für Privathaushalte
Schlüsselfertig kostet eine vergleichbare Fotovoltaikanlage dieser Leistung etwa 24.000 Euro. Nach dem derzeitigen Gesetz zur Förderung regenerativer Energien kann – je nach Sonnenausbeute – mit jährlich rund 1.900 Euro Vergütung gerechnet werden.
Bis zum 30. Juni standen Privathaushalten im Rahmen des 100.000 Dächer-Programms zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Experten erwarten, dass der Wegfall des 100.000 Dächer-Programms durch eine Anhebung der Einspeisevergütung für Solarstrom ausgeglichen wird. Andere Kreditprogramme, wie das KfW-Programm zur CO2-Minderung oder das KfW CO2-Gebäudesanierungsprogramm, können weiterhin in Anspruch genommen werden.
Südausgerichtete Dächer mit einer Dachschräge von ca. 40 Grad sorgen für optimale Sonnenausbeute. Eine vergleichbare Anlage wie auf dem Schuldach in Gebsattel benötigt brutto ca. 90 qm bei einer reinen Modulfläche von ca. 72 qm. Fachgerechte Planung und Installation einer Fotovoltaik-Anlage stellen die größtmögliche Effizienz sicher und sorgen z.B. dafür, dass die Stromverluste minimiert werden.
Weitere Informationen zu Fotovoltaikanlagen erhalten Interessenten bei der N-ERGIE oder direkt im N-ERGIE Centrum in Nürnberg, Südliche Fürther Straße 14.
Begleitendes Schulprojekt zur Fotovoltaik in Gebsattel
Auch die künftigen Hausbesitzer sollen sich frühzeitig mit dem Thema Sonnenenergie auseinander setzen. Deshalb wurde in Gebsattel die Inbetriebnahme der Fotovoltaik-Anlage mit einem Schulprojekt verknüpft, das Gerda Hahn von der N-ERGIE Schulinformation mit Schulrektor Peter Kmeth und dem Kollegium der Grundschule Gebsattel gemeinsam entwickelt hat. Im N-ERGIE Mobil, dem riesigen Infotruck, wird den Schülern an Spielzeugmodellen die Stromgewinnung mit Fotovoltaik demonstriert. Ein gesamtes Jahr werden die Zweit- und Drittklässler einmal wöchentlich protokollieren, wie viel Strom die große Fotovoltaik-Anlage auf ihrem Schuldach bei welcher Wetterlage erzeugt. In einem Jahr werden sie gemeinsam mit Vertretern der N-ERGIE ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.
