Presse – Mitteilungen
Dienstag, 5. August 2008
Effizienzverbesserung der Wasserkraft
Wasserkraft ist die älteste Form der regenerativen Stromerzeugung. Dennoch kann der Wirkungsgrad bei Kleinstwasserkraftwerken durch moderne Leistungselektronik noch gesteigert werden. Dies wollen die Professoren Norbert Graß und Armin Dietz vom Institut für Elektronische Systeme (ELSYS) der Georg-Simon-Ohm-Hochschule nachweisen. Gemeinsam mit Studenten soll der Prototyp eines Stromrichters für Kleinstwasserkraftwerke entwickelt werden.
Wasserkraft ist die älteste Form der regenerativen Stromerzeugung. Dennoch kann der Wirkungsgrad bei Kleinstwasserkraftwerken durch moderne Leistungselektronik noch gesteigert werden. Dies wollen die Professoren Norbert Graß und Armin Dietz vom Institut für Elektronische Systeme (ELSYS) der Georg-Simon-Ohm-Hochschule nachweisen.
Gemeinsam mit Studenten soll der Prototyp eines Stromrichters für Kleinstwasserkraftwerke entwickelt werden. Finanziert wird dieses innovative Projekt von Kunden des N-ERGIE Ökostromprodukts PURNATUR, die einen Cent pro Kilowattstunde für zukunftsweisende Umweltprojekte in der Region investieren.
Im vergangenen Jahr haben 1.419 PURNATUR Kunden insgesamt 3.101.441 Kilowattstunden Naturstrom aus Wasserkraft verbraucht. Dies bedeutet eine Fördersumme von rund 31.000 €. Jeder PURNATUR Kunde erhält einen Bericht über die Verwendung der Mittel.
Der im Januar 2007 eingeführte PURNATUR Strom stammt ausschließlich aus Wasserkraft. Dieser wird im N-ERGIE eigenen Kraftwerk in Hammer an der Pegnitz erzeugt und seit Anfang 2008 ergänzt mit Strom aus dem Kraftwerk Melk (Österreich) an der Donau, der durch den TÜV Süd zertifiziert wird. Mit dieser Ergänzung reagiert die N-ERGIE auf den wachsenden Ökostrommarkt und kann auch bei weiter steigender Nachfrage eine ausreichende Menge CO2-freien Strom bereitstellen. Das Gütesiegel der Landesgewerbeanstalt „Öko-Strom regenerativ“ garantiert den PURNATUR Kunden, Strom aus 100 Prozent regenerativer Erzeugung zu beziehen.
Elektronik für die Erhöhung des Wirkungsgrades
Während bei großen Kraftwerken Synchrongeneratoren eine optimale Ausnutzung der Wasserkraft bewirken, werden bei kleinen Kraftwerken mit bis zu 50 Kilowatt Leistung aus Kostengründen häufig Asynchrongeneratoren eingesetzt. Aufgrund der durch die Netzspannung weitgehend vorgegebenen Generatordrehzahl verringert sich der Wirkungsgrad der Turbine bei niedrigem Wasserstand überproportional.
Der geplante Maschinenumrichter entkoppelt die Drehzahl des Generators vom Stromnetz. Seine Elektronik sorgt dafür, dass der Generator unabhängig vom Wasserstand stets die maximal mögliche Strommenge erzeugen kann. Dadurch wird eine Erhöhung des Wirkungsgrads um durchschnittlich 10 bis 20 Prozent erwartet.
Der Bedarf für diese zukunftsweisende Technik ist groß. In Deutschland sind derzeit ca. 2000 Kleinstwasserkraftwerke in Betrieb. Professor Graß und sein Team planen den Prototyp bis Ende März 2009 fertig zustellen. Die Wirksamkeit des Stromrichters wird dann an einem geeigneten Kleinwasserkraftwerk getestet.
N-ERGIE engagiert sich für Klimaschutz
Die N-ERGIE Aktiengesellschaft setzt sich seit Jahren für die Umwelt ein.
90 Mio. € investierte sie in den Umbau des Heizkraftwerks in Nürnberg-Sandreuth von Kohlebefeuerung in moderne Gas- und Dampf-Technologie. Durch die 2005 abgeschlossene Umrüstung verdoppelte sich die Stromproduktion und der Kohlendioxidausstoß reduzierte sich um jährlich bis zu 140.000 Tonnen. Derzeit prüft die N-ERGIE die Investition in ein Biomassekraftwerk und in die Erzeugung von Bioerdgas.
Bereits 1996 führte die N-ERGIE gemeinsam mit der Stadt Nürnberg das CO2-Minderungsprogramm ein, mit dem sie Jahr für Jahr das Engagement ihrer Kunden für den Klimaschutz unterstützt. Der Fördertopf für Maßnahmen, wie Heizungsumstellung, Gebäudedämmung, der Kauf energiesparender Haushaltsgeräte bis hin zur Erstellung von Wasserkraftanlagen oder energieeffizienten Blockheizkraftwerken, war für dieses Jahr mit 750.000 € gefüllt.
