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Freitag, 8. Mai 2009

Wärmepumpe – kostengünstig und umweltbewusst

Zum vierten Mal in Folge laden N-ERGIE, Handwerkskammer für Mittelfranken und Partner aus Industrie und Handwerk am 17. Mai 2009 zum Mittelfränkischen Wärmepumpentag ein.

Bauherren, Handwerker und Architekten können sich wahlweise in Nürnberg, Aurach, Haunstetten, Langenzenn, Schwabach oder Velden über die Funktionsweise und Vorteile der Wärmepumpe informieren. Im Bildungszentrum der Handwerkskammer erwarten die Interessenten an diesem Tag Wärmepumpen in Betrieb, Infostände von Fachfirmen sowie eine Vortragsreihe. Erstmals steht der Wärmepumpentag unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Markus Söder.

Grundprinzip und Anwendung der Wärmepumpe

Die voraussichtlich im Herbst in Kraft tretende neue Energie-Einsparverordnung sieht eine Senkung des Energieverbrauchs im Gebäudesektor um durchschnittlich 30 Prozent vor. Bereits seit dem 01.01.2009 muss in Neubauten ein Teil der Wärme aus erneuerbaren Energien stammen. Hierzu zählen u.a. auch Wärmepumpen.

Mit der Wärmepumpe sinken der Primärenergiebedarf und die Heizkosten, denn sie greift auf kostenlose Energiequellen zurück: Die Wärmepumpe entzieht die im Erdreich, Grundwasser oder in der Luft gespeicherte Sonnenenergie und wandelt sie über einen thermodynamischen Kreisprozess in Wärme für Heizung oder Warmwasserbereitung um. Für die Gewinnung der notwendigen Raumwärme benötigt die Wärmepumpe drei Viertel Umweltwärme und ein Viertel Strom.

Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Neben ihrem Einsatz als Heizsystem kann sie auch für die Warmwasserbereitung oder als Klimaanlage zum Kühlen eingesetzt werden.

In Deutschland sind inzwischen rund 350.000 Heizungswärmepumpen installiert, wie der Bundesverband Wärmepumpe e.V. mitteilt. 2008 hat sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel erhöht. Auch im Netzgebiet der N-ERGIE wuchs der Bestand im gleichen Zeitraum um 33 Prozent auf rund 2.470 Anlagen Ende 2008.

Eine Investition, die sich lohnt

Die durchschnittlichen Investitionskosten für eine Wärmepumpe liegen ca. 25 Prozent höher als bei einer vergleichbaren Ölheizung, ermittelt der Fachverband für Energie-Marketing und -Anwendung (HEA) in einer Modellrechnung für ein neu gebautes Einfamilienhaus.

Da jedoch die Verbrauchs- und Betriebskosten der Wärmepumpen-Heizung im Vergleich zum Heizölkessel gut ein Drittel niedriger sind, amortisiert sich die Investition nach wenigen Jahren.
Die N-ERGIE bietet für den Betrieb einer Wärmepumpe ein spezielles Stromprodukt
(TEMP D) mit besonders günstigen Preisen.

Förderung durch das CO2-Minderungsprogramm

Der hohe Anteil an erneuerbaren Energien senkt nicht nur Heizkosten, sondern schont auch die Umwelt. Nach Schätzungen der HEA beträgt die jährliche CO2-Einsparung gegenüber einem Einfamilienhaus mit einem Niedertemperatur-Heizölkessel über zwei Tonnen bzw. bis zu 50 Prozent.

Deshalb wird die Heizungsumstellung von Kohle, Koks oder Öl auf Wärmepumpen sowie der Einbau einer elektrischen Wärmepumpe zur Raumheizung in Neubauten auch durch das CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE in Form einer Stromgutschrift von bis zu 5.000 kWh unterstützt. 2008 förderte das Programm 112 Wärmepumpen.

Kompetente Beratung durch den zertifizierten Experten

Entscheidend für Effizienz und Leistungskraft der Wärmepumpe sind ihre sachgemäße Planung und der fachmännische Einbau. Die „Von der N-ERGIE zertifizierten und empfohlenen Wärmepumpen-Fachbetriebe“ beraten fachkundig und bieten einen Komplettservice von der Planung und Installation bis zur Wartung.

Das Zertifikat wurde von der N-ERGIE gemeinsam mit der Handwerkskammer für Mittelfranken und den Firmen Viessmann und Stiebel Eltron entwickelt. Es wird seit April 2005 an Fachbetriebe des installierenden Handwerks vergeben, die sich in einem anspruchsvollen  Schulungsprogramm erfolgreich auf den neuesten Stand der Wärmepumpentechnik gebracht haben. Wer einen zertifizierten Wärmepumpen-Fachbetrieb in Wohnnähe sucht, wird auf den Internetseiten der N-ERGIE  (www.n-ergie.de) unter „Handwerkersuche“ fündig.

Schirmherrschaft von Staatsminister Markus Söder

Für den vierten Mittelfränkischen Wärmepumpentag hat der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder MdL, die Schirmherrschaft übernommen. In seinem Grußwort betont er die Vorreiterrolle Bayerns bei der Anzahl der installierten Wärmepumpen-Heizanlagen und wünscht sich eine künftig noch stärkere Nutzung der Erdwärme.

Standgebühr für einen guten Zweck

Der Mittelfränkische Wärmepumpentag unterstützt nicht nur die Umwelt. Wie bereits 2008 kommen auch in diesem Jahr die erhobenen Standgebühren einem guten Zweck zugute: dem Neubau des Kinder- und Jugendhauses in der Gartenstadt. Dort wird eine Wärmepumpe mit Erdkollektoren und einer Leistung von 25 Kilowatt die Heizung des Gebäudes übernehmen.

Mittelfränkischer Wärmepumpen-Tag:
Sonntag, 17. Mai 2009 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Nürnberg: Bildungszentrum der Handwerkskammer für Mittelfranken (BZ), Sieboldstraße 9.
Programm:
10:00 Uhr Begrüßung
Jürgen Grob, N-ERGIE Aktiengesellschaft
10:15 Uhr Die Wärmepumpe – eine energieeffiziente und wirtschaftliche Heiztechnik
Wilhelm Scheuerlein, Handwerkskammer für Mittelfranken
10:45 Uhr Wie funktioniert die Wärmepumpe? Erfahrungsbericht aus der Praxis
Sandro Roman, Viessmann Werke
11:15 Uhr Erfahrungsbericht: Altbausanierung mit Wärmepumpe
Jens Friedrich, SANITÄR UNION GmbH
11:30 Uhr Heizen und Kühlen mit der Wärmepumpe
Helmut Stamper, Stiebel Eltron

14:00 Uhr Begrüßung
Jürgen Grob, N-ERGIE Aktiengesellschaft
14:15 Uhr Die Wärmepumpe – eine energieeffiziente und wirtschaftliche Heiztechnik
Wilhelm Scheuerlein, Handwerkskammer für Mittelfranke
14:45 Uhr Wie funktioniert die Wärmepumpe? Erfahrungsbericht aus der Praxis
Sandro Roman, Viessmann Werke
15:15 Uhr Erfahrungsbericht: Altbausanierung mit Wärmepumpe
Jens Friedrich, SANITÄR UNION GmbH
15:30 Uhr Heizen und Kühlen mit der Wärmepumpe
Helmut Stamper, Stiebel Eltron

Während der gesamten Veranstaltung können Wärmepumpen in Betrieb besichtigt werden

Wärmepumpen in Betrieb können am 17. Mai auch an folgenden Orten besichtigt werden:

Aurach: Stang Heizungstechnik GmbH & Co. KG, Windshofen 36.
Haunstetten: Elektro Seber, Am Südhang 3.
Langenzenn: Erwin Kreß, Leitenstraße 5, OT Lohe.
Nürnberg: Innung Sanitär und Heizungstechnik, Walter-Braun-Straße 18.
Schwabach: Hesslinger Haustechnik, im Geschäftshaus Schlegl, Limbacher Straße 62a
Velden/Pegnitz: Elektro Leistner, bei Fam. Schmidt, Bahnhofstraße 20

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