Karriere – Auszubildende

Daniel Hammerand und Dominik Meier, Auszubildende zum Elektroniker für Betriebstechnik

Erfahrungsbericht zur Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik bei der N-ERGIE

Wir bewarben uns 2008 bei der N-ERGIE als Elektroniker für Betriebstechnik. Als wir dann am 1. September 2009 unsere Ausbildung begannen waren wir insgesamt 13 Auszubildende in diesem Ausbildungsberuf im 1. Ausbildungsjahr.

Das gesamte erste Ausbildungsjahr verbrachten wir in der Ausbildungswerkstatt im Bildungszentrum. Am Anfang stand „Sozialer Unterricht“, also der Umgang im Team und Untereinander. Außerdem erlernten wir wie man Arbeiten vor einer Gruppe präsentiert. Während dieser Zeit wurden uns auch die wichtigsten theoretischen Kenntnisse wie z. B. Schutzklassen, Netzformen und das korrekte Zeichnen von Stromlauf- und Installationsplänen vermittelt. Auch gab es die ersten praktischen Grundlagen, die wir durch die Planung und den Aufbau von Installationsschaltungen wie der Ausschaltung, Serienschaltung, Wechselschaltung, Kreuzschaltung und Treppenhausschaltung erlernt haben. Die einzelnen Schaltungen wurden jeweils im Team entwickelt und aufgebaut. Durch das Ausarbeiten in der Gruppe wurden auch die sozialen Fähigkeiten weiter ausgebaut.

In dieser Zeit hatten wir auch einige Wochen einen Grundkurs in Metallverarbeitung, Pneumatik und Hydraulik, in dem wir die einzelnen Fertigkeiten erlernt haben. Wir bekamen darüber hinaus fachübergreifende Schulungen wie z.B. zum Thema Suchtprävention und Umweltschutz. Auch wiederkehrende Unterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit und zum Umgang mit den täglichen Arbeitsmitteln begleiten uns bis heute.

Gegen August 2010 standen die ersten Abstellungen in Fachabteilungen derN-ERGIE auf dem Plan. Das war für uns wohl die bisher interessanteste Zeit. Man lernte im „Realen“ die Arbeit als Elektroniker kennen und kam auch mal mit anderen Mitarbeitern in Kontakt. Abgestellt wurden wir alle in unterschiedliche Abteilungen, von der Fernwärme bis zur Geräteprüfung. Dabei stand vor allem auch das selbstständige Arbeiten im Vordergrund.

Wie jedes halbe Jahr gibt es auch in der Abstellung eine Beurteilung, in der die individuellen Leistungen bewertet werden. Während der Abstellung zur N-ERGIE Service GmbH wurde beispielsweise die Inbetriebnahme einer Fernwärmeübergabestation durchgeführt, außerdem wurden die elektrischen Anlagen in einer anderen Fernwärmestation erneuert. So konnte man praxisnah die bisher in der Ausbildung erlernten Fähigkeiten anwenden.

Als weiteres Beispiel ist die Abstellung zur VAG zu nennen. Während dieser Abstellungsphase habe ich verschiedene Eindrücke über die Beleuchtungstechniken der U-Bahn und der Bahnhöfe, die Oberleitungen von Straßenbahnen und das Prüfen von verschiedenen Elektrogeräten bekommen.

Nach der Abstellungsphase waren wir wieder in der Ausbildungswerkstatt und begannen mit einem neuen Projekt - die Motorensteuerung. Im Team hatten wir die einzelnen Steuerungen entworfen, d.h. Pläne entworfen, Klemmenpläne erstellt, Steuerungen am Steckrahmen getestet und dann die gesamte Steuerung erstellt.

Anschließend wurde die Steuerung an die Bretterwand montiert und eine Inbetriebnahme durchgeführt. Nach der Verbesserung einiger kleiner Fehler wurde die Steuerung von Schütztechnik auf Digitaltechnik umgebaut. Hierfür wurden die Pläne geändert und ein Programm für die LOGO erstellt, übertragen und getestet.

Seit Beginn 2011 widmen wir uns nun voll der bevorstehenden Abschlussprüfung Teil 1. Wir beginnen nun damit, einzelne Prüfungen der vergangenen Jahre vollständig, also Theorie und Praxis, zu bearbeiten.

Im weiteren Verlauf des Jahres werden hauptsächlich Abstellungen und ein SPS-Lehrgang folgen. Es bleibt auf jeden Fall eine lehrreiche und interessante Ausbildungszeit, die wir hoffentlich gut zu Ende bringen werden.

Wir können die Ausbildung bei der N-ERGIE nur empfehlen. Man genießt hier eine sehr gute Ausbildung, was ja auch weithin bekannt ist, bei der man aber nie zu großem Druck ausgesetzt wird und bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Zwischen den Ausbildern und den Auszubildenden herrscht hier immer ein gutes, freundschaftliches Verhältnis, so dass man als Auszubildender stets ernst genommen wird.

Bild Daniel Hammerand und Dominik Meier
Dominik Meier und Daniel Hammerand