Schulinformation – Projekte & Aktionen
Woher kommt das Wasser?
Einen besonderen Schultag erlebten die Klassen eins, zwei und drei der Genderkinger Schule: Ziel der Waldwanderung war das Genderkinger Wasserwerk. Die 6-9 jährigen Schülerinnen und Schüler hatten im Unterricht eine ganze Reihe an Fragen rund um das Wasser vorbereitet und diese sollten vom Expertenteam des Genderkinger Wasserwerks beantwortet werden. Nach dem schwungvollen Begrüßungslied war aber erst mal Brotzeit angesagt – der Durst wurde natürlich mit original Genderkinger Trinkwasser gelöscht. Frisch gestärkt konfrontierten die Kleinen Franz Lohner, den Leiter des Genderkinger Wasserwerks, mit so grundlegenden Fragen, wie "Woher kommt das Wasser?", "Kann das Wasser auch mal ausgehen?". Beim Thema "Wie lang ist das Wasser unterwegs bis es zum Wasserhahn kommt?" erfuhren sie, dass das Wasser von Genderkingen bis zum Nürnberger Wasserhahn rund 100 km zurücklegen muss und dafür im Winter fünf Tage, im Sommer aber nur drei Tage unterwegs ist. Warum dieser Unterschied? Der größere Bedarf im Sommer führt zu einer schnelleren Durchleitung.
Spannend fanden die Kinder auch, dass das Wasser nur einmal hochgepumpt werden muss und dann nicht nur "ganz von allein", ohne weiteren Pumpvorgang bis Nürnberg fließt, sondern sogar auf seinem Weg zweimal von Turbinen gebremst werden muss und auf diese Weise noch ganz nebenbei Strom erzeugt. Bei der anschließenden Besichtigungstour waren die Kinder von den großen Wasserrohren beeindruckt, in denen sie bei einem Durchmesser von 1,20 m fast aufrecht stehen könnten. Sehr überrascht zeigten sie sich von der Klarheit des Grundwassers. Davon konnten sie sich durch ein Guckloch selbst überzeugen. Dennoch muss das Wasser von kleinen Flusskrebsen und anderen Tierchen gesäubert werden. Dazu sind die Filteranlagen da - große Becken mit Düsen, die das Wasser durch 1,60 m hohen Sand durchschleusen. Dann warfen die Schüler noch einen Blick auf die riesigen Pumpen, die das Wasser sammeln - bis zu 2.000 Liter in der Sekunde darf in Genderkingen gepumpt werden. Sie erfuhren, dass Wasser vor Umweltbelastungen geschützt werden muss.
Das Genderkinger Wasser kommt bereits zwei Meter unter der Erdoberfläche vor und hätte ohne Schutzmaßnahmen wenig Chancen sich selbst zu reinigen. Deshalb wurden drei Schutzzonen eingerichtet. In der Schutzzone eins, direkt um das Wasserwerk herum, darf beispielsweise keine Landwirtschaft betrieben werden. Auch nach den zwei kurzweiligen Stunden im Wasserwerk war der Wissensdurst der Kinder noch lange nicht gestillt. Gibt es ein größeres Kompliment?




