Schulinformation – Projekte & Aktionen

„Jugend denkt Zukunft“ – Schüler entwickeln Trendkonzepte

Raum für frische Ideen gab das Projekt „Jugend denkt Zukunft“: Zwischen dem 5. und dem 9. Februar 2007 beschäftigten sich 18 Schülerinnen und Schüler des Melanchthon-Gymnasiums in Nürnberg bei der N-ERGIE intensiv mit dem Thema Wasser. Die Jugendlichen bekamen die Chance, in die Rolle eines Unternehmensgründers zu schlüpfen und in einem Innovationsspiel zum Thema „Wasserversorgung im Jahr 2020“ Zukunftstrends zu entwickeln, zu vermarkten und zu bewerten. Schwerpunkte waren dabei der Wasserschutz, Wasser schonendes Leben, Wassermanagement sowie der sinnvolle und bewusste Umgang mit der Ressource Wasser.

Ablauf des Projekts

Die gesamte Projektwoche wurde von einer Moderatorin methodisch und inhaltlich begleitet. Zuerst wurden die Jugendlichen mit gesellschaftlichen Megatrends und Trends der Wasserbranche bekannt gemacht. Im Rahmen eines Unternehmenstages brachten die Fachleute der N-ERGIE den Schülern die Einrichtungen der Wasserversorgung näher und informierten sie über alle wichtigen Zusammenhänge der Wasserwirtschaft. Mit diesem Wissen entwickelten die Schülerinnen und Schüler Trends und Entwicklungen für das Jahr 2020. Im Praxis-Check wurden die Ergebnisse gemessen, inwieweit sie den realistischen Marktbedingungen standhalten: Kann das Projekt technisch umgesetzt und finanziert werden, wie lassen sich die Produkte oder Dienstleistungen vermarkten? Diese Fragen diskutierten die Jugendlichen untereinander und mit den Experten von N-ERGIE.

Ergebnisse

Am 9. Februar präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse und Ideen dieser spannenden Woche in den Räumen der N-ERGIE in Nürnberg vor Unternehmensmitarbeitern, Lehrern, Eltern und der Presse. In einem Rollenspiel „Zukunftsmesse 2020“ simulierten sie die Realität: Als Unternehmer stellten sie ihre Ideen vor, als Pressevertreter, Forschungsinstitut und Öffentlichkeit hinterfragten sie diese Innovationen kritisch. Werbefachleute und Marktforscher stellten zunächst die Entwicklung gesellschaftlicher Trends bis 2020 vor. Anschließend präsentierten drei Jungunternehmen ihre Produktideen und -konzepte. Die Ideen wurden jeweils durch ein Marktforschungsinstitut sowie durch eine Bürgerinitiative kritisch beurteilt. Das Fachmagazin „KLAR.TEXT“ berichtete anschließend über die Ergebnisse der Zukunftsmesse.

Das imaginäre Unternehmen „QuadrAqua“ stellte sein Produkt „Vive naturelle“ vor. „QuadrAqua“ hat sich als Ziel gesetzt, jedem Menschen ein gesünderes und erfrischtes Leben zu ermöglichen. Durch die Anreicherung von Trinkwasser mit Vitaminen, Geschmacksstoffen und Mineralien versprechen die Produktentwickler dem Kunden einen erhöhten Trinkgenuss und gesteigertes Wohlbefinden.

Unter dem Firmennamen „JJJ“ präsentierten drei weitere Schüler ihr Produkt „Atrium“: Im Hinblick auf die zukünftig zu erwartende Wasserverknappung soll ihre Entwicklung Abhilfe schaffen: Mit Hilfe riesiger Membranen wird Regenwasser in einem Becken aufgefangen, aufbereitet und anschließend als Trinkwasser an die Kunden weitergeleitet. Der natürliche Wasserkreislauf dient so zur Gewinnung von Wasser.

Ein wahrhaft revolutionäres Produkt stellte die Firma „Hydropolis“ vor: Das Wasserkauf-System „McWater“ entstand aus der Idee, das Bewusstsein für die Ressource Wasser zu fördern. Die genaue Erfassung und Abrechnung des individuellen Wasserverbrauchs – selbst in öffentlichen Einrichtungen – soll die Gesellschaft zu einem sinn- und maßvollen Umgang mit Wasser erziehen.

Eine Initiative der Wirtschaft in Kooperation mit der UNESCO

„Jugend denkt Zukunft“ ist eine Initiative der Wirtschaft und richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Bei dem Projekt engagieren sich Unternehmen als Paten für Schulen und begleiten das jeweilige Innovationsspiel. Die N-ERGIE hat sich gerne an der Initiative beteiligt. Das Projekt bedeutet für alle Beteiligten eine Bereicherung. Die Schüler erhalten Einblicke in Unternehmensabläufe und wirtschaftliche Prozesse. Sie erleben Innovationsprozesse hautnah. Die Patenunternehmen erhalten Anregungen und frische Ideen.

Die UNESCO hat „Jugend denkt Zukunft“ zum offiziellen Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ernannt. Paten des Projekts in Bayern sind Staatsminister Siegfried Schneider sowie Staatssekretär Karl Freller.

Die Ideen der teilnehmenden Klassen werden von einer Jury, die sich aus Wirtschaftsvertretern und Zukunftsforschern zusammensetzt, ausgewertet und gehen in einen regionalen und bundesweiten Ergebniswettbewerb ein.

„Jugend denkt Zukunft“ ist eine Idee des Beratungsunternehmens IFOK GmbH. Bisher haben Unternehmen bundesweit mehr als 280 Patenschaften für Schulen übernommen. Über 7.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits „in die Zukunft gedacht“ und ihr Patenunternehmen mit innovativen Ideen überzeugt.

 

Bild Schülerkochwettbewerb